Betreuungskräfte: Praxisnah und ganzheitlich
In der 16-stündigen Pflichtfortbildung für Betreuungskräfte nach §§ 43b/53b SGB XI erhalten die Teilnehmenden fundiertes Hintergrundwissen zum »Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit dementiellen Erkrankungen«. Im Verlauf einer Demenzerkrankung treten häufig Verhaltensweisen wie lautes Rufen, Schreien, Aggressivität, wiederholtes Nachfragen oder abwehrendes Verhalten auf. Diese werden oft als belastend, störend oder verletzend wahrgenommen und stellen Betreuungsassistent*innen vor große Herausforderungen im Alltag.
Das zweitägige Seminar vermittelt die Grundlagen der Biografiearbeit und Erinnerungspflege, welche eine zentrale Rolle in der individuellen Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz spielen. Die Fortbildung orientiert sich an bewährten theoretischen Konzepten: dem personenzentrierten Ansatz von Tom Kitwood sowie dem Low-Arousal-Ansatz. Beide Ansätze bilden das Fundament, um geeignete Handlungsstrategien abzuleiten und situationsgerecht anzuwenden.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der praxisnahen Anwendung des erworbenen Wissens. Durch realistische Fallbeispiele können die Teilnehmenden ihre Kompetenzen festigen, den Umgang mit herausforderndem Verhalten reflektieren und Handlungssicherheit gewinnen. So wird eine bessere Unterstützung der Betroffenen ermöglicht und die Qualität der Betreuung nachhaltig verbessert.

