Belastende Situationen in der Pflegeausbildung begleiten
»Nicht die Konflikte sind das Problem, sondern unser Umgang mit ihnen.« (Ruth Cohn)
Mobbing, Ausgrenzung und (subtile) psychische Belastung sind auch in der Pflegeausbildung keine Einzelfälle. Gerade Auszubildende können durch ihre noch ungefestigte berufliche Rolle besonders verletzlich sein und zugleich fehlt es ihnen im Alltag noch häufig an klaren Handlungs- und Bewältigungsstrategien sowie der Sicherheit im Umgang mit belastenden Situationen. Praxisanleiter*innen nehmen hier eine Schlüsselrolle ein, da sie als direkte Bezugspersonen für Auszubildende die Verantwortung für deren Lern- und Arbeitsumfeld tragen und häufig die ersten sind, die Anzeichen von Mobbing wahrnehmen können. Der Workshop bietet Raum, um das Phänomen Mobbing im pflegerischen Ausbildungsalltag differenziert zu betrachten.
Im Fokus steht hierbei die Reflexionskompetenz der Praxisanleiter*innen und Fragen wie:
- Was ist Mobbing (nicht)?
- Wie lassen sich persönliche Wahrnehmungen, Beobachtungen und Gesprächsanlässe professionell einordnen?
- Wie gelingt es, Auszubildende zu schützen, Gespräche zu führen und Handlungsspielräume zu nutzen?
Die Teilnehmenden sollen im Rahmen des Workshops:
- für Mobbing, Ausgrenzung und konflikthafte Dynamiken im Ausbildungsalltag sensibilisiert werden,
- ihre Wahrnehmungs- und Reflexionsfähigkeit im Umgang mit kritischen Situationen erweitern,
- kommunikative und pädagogische Handlungsoptionen (weiter-)entwickeln,
- in ihrer Handlungssicherheit und Haltung als Praxisanleiter*innen – gerade in belastenden Konstellationen – gestärkt werden,
- Ideen entwickeln und austauschen, die ein lernförderliches und respektvolles Ausbildungsklima ermöglichen.


